Parteien und Parolen

Hier eine Übersicht über die Parolen zur Abstimmung am 7. März 2010. Die Logos der Parteien verlinken direkt auf detaillierte Informationen.

Forschung am Menschen Tierschutzanwalt-Initiative Änderung Mindestumwandlungssatz
sp

Ja

Ja

Nein

gp
Stimmfreigabe

Ja

Nein

glp

Ja

Ja

Ja

cvp

Ja

Nein

Ja

fdp

Ja

Nein

Ja

bdp

Ja

Nein

Ja

svp

Nein

Nein

Ja

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Jo de Ueli

“Sie sind zu einem Gespräch mit einem Psychologen aufgeboten” wurde mir an der Rekrutierung Mitte August 2009 mitgeteilt. Wie so viele andere auch berichtete ich dem psychologischen Sachverständigen meine angeblichen Vergehen, welche ausschliesslich meiner Fantasie entstammten: “Ja LSD habe ich auch schon ausprobiert, zwar nur einmal, aber das war ziemlich krass. Ich musste im Rausch meine ganze Umgebung betasten - alles fühlte sich so anders an, alles war neu für mich.”
Weiter gings mit einem erlebten Schusswechsel zur Zeit meiner Kindheit und der Bekräftigung, Waffen beängstigten mich zutiefst. Einen Tag später trat ich dem Heimweg an, in meinem Gepäck das wohl meistgeschätzte Dokument meines Lebens, für das ich im Gegensatz zum Maturzeugnis sogar etwas leisten musste: Ich war untauglich!

Ich beschreibe dieses Prozedere nicht umsonst, sondern aus aktuellem Anlass. Unsere “beste Armee der Welt” unter der Führung von Bundesrat Ueli Maurer hat nämlich einen weiteren Treffer ins Sinnlose gelandet. Neuerdings sollen alle Rekruten psychologisch begutachtet werden, nicht nur solche - welche wie ich - beim psychologischen 300-Fragen-Test am Computer durchfallen. Dadurch sollen in Zukunft gefährliche Rekruten wie der Attentäter von Höngg keine Waffe mehr erhalten, und das sollen gemäss dem VBS ganze vier Prozent sein!

Die erste sich mir stellende Frage betrifft die Zweckmässigkeit unserer Milizarmee: Wer schiesst dann eigentlich im Krieg, wenn alle Schiesswütigen in den Zivilschutz abkommandiert wurden?
Die zweite Frage bezweifelt die Zuverlässigkeit dieses Verfahrens. Die Psychologen in den Rekrutierungszentren scheinen nicht besonders kompetent zu sein (oder ich bin wirklich ein glaubwürdiger Schauspieler). Welcher kriegsfreudige Rekrut legt dem Seelenklempner freiwillig seine gewaltaffinen Neigungen offen?

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Muslime in Springfield

-Und wenn du Bashir in seinem Krieg gegen die amerikanischen Prinzipien aufhalten willst, diskriminiere ihn, gib ihm keine Wohnung und keine Arbeit.

-Du erteilst Bart eine furchtbare Lektion in Intoleranz!
-Tut mir leid, es ist nur so einfach und lustig, Leute aufgrund ihrer Religion zu verurteilen.

-Die Macht der Träume hat mich davon überzeugt, dass die Bedrohung echt ist.

Season 20, Episode 7 kann auf kino[punkt]to angeschaut werden. Viel Spass!

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Kleine Bewegungsstudie

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Weihnachten

Das Jahr neigt sich dem Ende zu, die Weihnachtsferien kommen immer näher und in zwei Wochen werden wir das allerheiligste Fest mit unseren Liebsten feiern -
wäre da nicht der Auftritt eines Ensembles mit ausschliesslich blutjungen, bildhübschen und unglaublich talentierten Sängerinnen und Sängern. Vielleicht hat der eine oder andere aufmerksame Leser schon etwas Übertreibung in diesen lobenden Worten entdeckt. Etwas Übertreibung ist tatsächlich dabei, aber nur ganz wenig.pageimage-334657-1567586-1_obenbw1280x768

Am 24. Dezember 2009, also am Heiligabend, wird das Ensemble Cantalon den Mitternachtsgottesdienst in der römisch-katholischen Kirche Möhlin musikalisch gestalten. Jeder Interessierte, sei es aus musikalischem, optischem oder religiösem Interesse - wobei letzteres am geringsten gewichtet werden sollte - ist herzlich eingeladen, die Kirche vor 22.00 Uhr zu betreten und einen der hoffentlich  knapp verfügbaren Sitzplätze zu ergattern.

Siehe auch:
Hotmüll.com: Riesige Gesangskiste
Cantalon.com

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Kirchtürme, Synagogen, Minarette? Alles anzünden!

Ich schäme mich für das Resultat der Minarett-Initiative: 34 Freunde, 55′813 Mitglieder
Ich schäme mich NICHT für das Resultat der Minarett-Initiative: 6 Freunde, 14′973 Mitglieder

Die Angst vor der Angst

Das Plakat zur Abstimmung (akzentuierend gesetzter Ausschnitt)

So sehen die wohl schon wieder inaktuellen Zahlen auf Facebook aus. Ganz getreu meinem Beitrag Warum politische Statements auf Facebook nichts verloren haben ist es niemandes Pflicht, sein “Ja” zu veröffentlichen. Genauso muss niemand zu seinem “Nein” stehen. Was ich auf meinen Abstimmungsfötzel kritzle, darf Privatsache sein.
Aber warum präsentieren sich die Befürworter der Initiative zahlenmässig so schwach, wo sie doch schweizweit die Mehrheit hinter sich haben? Das zeigte sich nicht nur im Gesichterbuch, sondern auch in den Umfragewerten vor einigen Wochen.

Stimmten vor allem ältere Generationen Ja, die nicht in Social Networks registriert sind? Oder tauschen sich die rechtsbürgerlichen Zeitgenossen lieber auf Bauernmessen statt auf Facebook aus? Beides könnte der Fall sein. Der von mir vermutete Grund legt aber gleich noch den Charakter der Initiative frei: Ängste, deren Argumente keiner rationalen Diskussion stand halten würden. Die meisten Minarettgegner wissen sehr wohl, dass sie eigentlich für eine leere Vorlage gestimmt haben.
Eine leere Vorlage mit vor Bedeutung triefendem Symbolcharakter. Da war wohl für viele was dabei, um nur einige mögliche Gründe zu nennen:

  • Religionen? Mag ich gar nicht, ich bin Atheist. Weg mit allem religiösen, seien es Kirchtürme mit ihrem nervtötenden Geläut oder Minarette. Alles anzünden.
  • Islam? Frauen mit Kopftüchern oder sogar einer Burka die nur in Begleitung ihrer Männer ausser Haus dürfen? Wir Frauen haben ein Recht auf Selbstbestimmung! Feminismus!
  • Moslems? Das sind doch die mit dem Gaddhafi? Uiuiuiui, den hab ich gar nicht gern. Wo kann ich unterschreiben?
  • Moslems? Die mit den Raketen im Gaza-Streifen? Und jetzt Minarett-Raketen in der Schweiz? Sicher nicht!
  • Moslems? Die machen doch schon auf der ganzen Welt Probleme: 9-11, Terror, Autobomben, Blutige Proteste im Iran, Steinigungen, Ehrenmorde, Saddam Hussein, ist doch alles das gleiche. Denen machen wir keinen Zentimeter Platz!
  • Sieht doch nicht schön aus, so ein Minarett… die Muslime selbst sagen ja, es sei nicht nötig.

Neben den klassichen Begründungen des rechts-christlichen Lagers (Heimatschutz, schleichende Islamisierung) existieren also noch viele andere, die die deutliche Zustimmung zur Initiative ermöglichten. Gepaart mit einer Portion Unwissenheit und Politikverdrossenheit wird wohl so manche atheistische oder feministische Schweizerin bzw. Schweizer ein “Ja” auf den Stimmzettel gesetzt haben.

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Waffen sind bööse…

Wer rationale und unter anderem wirtschaftliche Argumente für die Annahme der Kriegsmaterialexportverbotsinitiative (ein langes Wort) sucht und nicht nur die “Waffen sind bööse”-Parolen ideologiegesteuerter Gutmenschen hören will, folge bitte folgendem Link zum Augenreiber:

http://augenreiberei.ch/2009/11/24/exportierte-verantwortung/

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Behinderter oder Bär, wer ist mehr wert?

Bären können beissen

Bären können beissen

Ein 1.30 Meter hohes Hindernis kann jeder halbwegs sportliche Mensch innert Sekunden überwinden. Wie wir wissen, gibt es Menschen, die sich vor den Zug legen oder von Brücken fallen. Darum war es absehbar, dass früher oder später einer in den Bärengraben springt. Der Polizist hat richtig gehandelt, keine Frage. Dem Bären kann man es auch nicht übel nehmen.  Das Geschehene lässt sich irgendwo in “allgemeines Unfallrisiko” einordnen - es ist möglichst klein zu halten, aber nie absolut verhinderbar. Wenn sich jemand etwas antun möchte, kann er/sie das immer.

Die wirklich Tragödie ist die nun aufkommende, unterschwellige Frage über den Wert der beiden Lebewesen. Ein Kommentar auf Tagesanzeiger.ch lautet dazu ganz treffend:

WARUM? Warum MUSS ein Menschenleben vorrang haben, wenn sich der Mensch (ob Behindert oder nicht) aus eigenem Antrieb vor die Pranken eines Raubtieres rennt? Ich habe null Mitleid mit dieser Person, aber umso mehr mit Finn. Der Bär zog übrigens nicht von sich aus in den Bärengraben, im Gegensatz zum “Opfer”.

Offensichtlich sind einige Leute der Meinung, man hätte den Bären einfach weiter fressen lassen sollen. Weltfremde Tierfreunde bringen dem Wärter Honig und Blumen. Nach dem schwerverletzten Menschen fragt niemand. Ganz provokativ behauptet, scheint ein behinderter Mensch vielen Leuten weniger Wert zu sein als ein Bär.
Das Geschehnis war ein seltener, aber möglicher Unfall. Viele von uns essen gerne Fleisch, und weltweit schiessen Jäger auf Tiere, auch auf Bären, oftmals nur wegen dem Fell. Die Frage, welches Lebewesen man nun eher hätte verschonen sollen, ist meiner Meinung nach nicht angebracht.

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Music for free

Durch meinen Werdegang zum Gastrokritiker habe ich es beinahe verpasst, ein musikalisches Glanzprogramm zu bewerben. Bereits heute begann der Auftakt zu den Rezitals der Klasse 4M. Die Vorzüge dieser Abendkonzerte liegen auf der Hand: Von 17 Maturanden mit dem Schwerpunktfach Musik werden an jedem Abend drei auf ihrem individuellen Instrument brillieren. Der Eintritt ist selbstverständlich kostenlos, für Getränke und Verpflegung in der Pause ist gesorgt. Die Konzerte finden jeweils um 19.00 Uhr im Foyer des Gym Muttenz statt, das ist das einzige beleuchtete Zimmer im Erdgeschoss.

Montag, 23. Nov 2009
Laura L., Klavier (Mediothek Untergeschoss)
Larissa J., Querflöte
Johanna L., Klavier (Mediothek)

Dienstag, 24. Nov
Michael M., Harfe
Rachele P., Gesang
Micha R., Trompete

Mittwoch, 25. Nov
Julia R., Klavier
Sophie A., Cello
Joëlle D., Saxophon

Donnerstag, 26. Nov
Yannette M., Klarinette
Anja W., Gesang
Lukas F., Blockflöte

Freitag, 27. Nov
Simon J., E-Bass
Alexandra Z., Schlagzeug

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Für mich einen Gemischten Salat

Würde man nach dem Nationalgericht der Schweiz fragen, hiesse die Antwort wohl Rösti, Züri Gschnetzlets, Älpler Maggrone oder sogar Cervelat. Das mag alles richtig sein. Allerdings sind dies nicht die populärsten Gerichte - zumindest gemessen an der Häufigkeit, mit der sie auf den Speisekarten der üblichen Restaurants und Beizen aufgeführt sind. Das wirklich populärste Gericht, so meine Behauptung, ist der “Gemischte Salat”.

Es ginge auch anders.

Es ginge auch anders.

Nirgendwo sonst auf der Welt hat die Gastrobranche eine solch entgleiste Vorstellung einer gesunden, frischen und knackigen Vorspeise. Beim Wort Salat denkt man an saftige Tomaten mit etwas Aceto Balsamico, an würzige Blätter mit schwarz glänzenden Kürbiskernen. Der schweizweit servierte “Gemischte Salat” hat jedoch bis auf die Wortverwandschaft nichts mit der erwarteten Vorspeise gemeinsam. Wer so etwas bestellt, weiss plötzlich wieder, warum kleine Kinder kein Gemüse mögen. Zum Rest des Beitrags »

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