Smartmob gegen Kriegsmaterialexporte


Basel, 17.59. Freie Strasse. Ein Cellist spielt gekonnt die Suite No. 5 von Bach. Er sitzt vor einem reich ausgeschmückten Schaufenster. Sanft und ausdrucksvoll gestaltet er die ausgehaltenen Töne. Einige Menschen erledigen besonnen ihre ersten Weihnachtseinkäufe, andere halten kurz inne und lauschen dem Strassenmusikanten. Die Trams ziehen ungehindert ihre Bahnen. Es könnte kaum friedlicher sein.

Dann schlägt die Rathausglocke 18.00. Augenblicklich verwandelt sich der Marktplatz in ein Kriegsszenario. Hunderte junge Menschen werfen sich stöhnend auf den Boden, zerfetzt von lautlosen Maschinengewehrsalven und Splittergranaten. Das Blut rinnt über ihre sich krümmenden Leibe, ihr letztes Zucken lässt auf ein verzweifeltes Ringen mit dem Tod schliessen. Gedärme quellen aus den aufgetrennten Bäuchen und verbreiten einen bestialischen Gestank. Den noch überlebenden Passanten stockt der Atem beim Anblick dieses grausamen Schauspiels. Traumatisiert nehmen sie eine Broschüre der GSoA entgegen: “Für die Initiative gegen Kriegsmaterialexporte!”

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  1. #1 von Titus - 20. November 2009 zu 14:09

    Hmpf, das hätte ich gerne auch bei uns verfolgt, um wenigstens die verblüfften Gesichter zu sehen, hab’s aber prompt wieder vergessen… :-(

  2. #2 von Simon - 20. November 2009 zu 14:36

    Glaubt man den Kommentaren auf Facebook, soll eine verrückte Frau auf die am Boden liegenden Aktivistinnen und Aktivisten gespuckt haben.

    Leider waren gar nicht so viele Uneingeweihte vor Ort und auch die Reaktion der Medien, zumindest von 20 Minuten, könnte grösser ausfallen.

  3. #3 von Barbara - 21. November 2009 zu 08:52

    Also ich lag da am Boden, aber von einer spuckenden Frau habe ich nichts mitbekommen. Mir ist nur jemand auf die Haare gestanden und mehrere Leute sind auf dem Weg zum Tram über mich gestiegen.

(wird nicht veröffentlicht)
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